Die positive Wirkung des OMA/OPA-Projekts durften wir in den vergangenen 10 Jahren anhand vieler konkreter Erfolgsbeispiele und persönlicher Entwicklungsgeschichten immer wieder miterleben. Sei es der schulische Erfolg, die verbesserten Deutschkenntnisse oder die wiedergewonnene Neugierde am Lernen auf Seiten der Kinder und Jugendlichen oder die sinnerfüllende und aktiv, gesellig und jung haltende Beziehungs- und Lernarbeit auf Seiten unserer ehrenamtlichen LernhelferInnen. Doch sind diese Effekte auch wissenschaftlich belegbar?

Dies wollten wir herausfinden! Im Zuge des 10-jährigen Jubiläums wurde zu diesem Zwecke eine umfangreiche Studie durchgeführt, um den gesellschaftlichen Mehrwert und die Wirkungsbereiche des OMA/OPA-Projekts zu messen. Diese wurde durch den Verein zur Förderung von Sozialkapital, Kunst und Dialog unter der Leitung von Dr.in Angelika Hagen umgesetzt, wobei der SIM-Test© (Social Capital Impact Measurement), ein im Rahmen des OECD-Projektes „Measuring Social Capital“ entwickeltes standardisiertes Messinstrument (Gehmacher/Hagen) angewandt wurde.

Dies stellt einen Ansatz dar, der eine quantitative Sozialkapitalforschung mit qualitativen sozialwissenschaftlichen Methoden verbindet und damit die Messung sozialer Vorgänge und deren systemische Wirkung ermöglicht. Im Zuge dessen wurde eine Online-Befragung durchgeführt an der insgesamt 112 LernhelferInnen und Teammitglieder teilnahmen sowie zwei Fokusgruppen mit StakeholderInnen in Wien und Niederösterreich sowie biografische Interviews mit ProjektteilnehmerInnen realisiert.

Hagen 2020, Seite 14. Lernen ist Beziehung: Evaluation zum Sozialkapital und zur Wirkkraft des OMA/OPA-Projekts.

Und was kam dabei heraus? Die Studie mit dem Titel „Lernen ist Beziehung“ hebt nicht nur die verbesserten schulischen Leistungen und sozialen Kompetenzen der betreuten Kinder und Jugendlichen hervor, sondern bestätigt auch die positiven Effekte der 1:1 Betreuung. Der ganzheitliche, Lernen und Spielen vereinende Ansatz unterstützt die Integration der Kinder und befördert die soziale Inklusion und das lebenslange Lernen der LernhelferInnen.

Das OMA/OPA-Projekt weise zudem auf ein alternatives Alternsmodell hin, da unsere LernhelferInnen in vertrauensvolle tragfähige Beziehungen eingebettet sind und mit einer hohen Begeisterungsfähigkeit und Sinnhaftigkeit durchs Leben gehen. „Gefördert wird dieses Sozialkapital durch freiwilliges Engagement und intrinsische Motivation, Selbstbestimmung und selbständige Teilhabe sowie verschiedene Möglichkeiten der Reflexion“, fasst Angelika Hagen zusammen.

Die Kurzfassung der Studie mit allen wesentlichen Erkenntnissen steht hier zum Download für Sie bereit. Bei Interesse an der kompletten Studie mitsamt allen Detailergebnissen bitten wir um Kontaktaufnahme – wir senden sie Ihnen gerne per E-Mail zu.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten – wir freuen uns über diese aussagekräftige Bestätigung unserer Arbeit und die darauf basierende Weiterentwicklung unseres Projekts!